DER WURMBERG UND DIE GESCHICHTE DER SEILBAHN
Die Idee zum Bau einer Seilbahn auf den Wurmberg entstand bereits Anfang der 1960er Jahre. Förderer des Projekts war seinerzeit vor allem der damalige Kurdirektor der Stadt Braunlage, Rehmer. Er war es auch, der den Kontakt zu Carry Gross knüpfte, der seinerzeit in Deutschland die Seilbahnanlagen des schweizerischen Herstellers von Roll vertrieb.
Die Geschichte der Wurmbergseilbahn begann schließlich 1963 mit ihrer Eröffnung unter der Leitung von Carry Gross. Zunächst verband sie mit 41 Kabinen die Station Rodelhaus mit dem Wurmberg, während ein Buspendelverkehr die Verbindung nach Braunlage übernahm. Der große Erfolg führte bereits 1967 zur Verlängerung bis ins Tal – die Bahn erreichte nun eine Streckenlänge von rund 2.800 Metern und überwand etwa 400 Höhenmeter.
In den folgenden Jahren entwickelte sich rund um die Seilbahn schrittweise das heutige Ski- und Wandergebiet. Ab 1968 entstanden erste Skilifte am Kaffeehorst und Hexenritt, 1974 folgte mit dem Nordlift ein wichtiger Ausbau an der besonders schneesicheren Nordseite. Gleichzeitig wurde die Infrastruktur kontinuierlich erweitert – von Gastronomie über Parkflächen bis hin zu Freizeitangeboten.
Mit steigenden Gästezahlen wurde die Anlage Anfang der 1980er Jahre umfassend modernisiert und automatisiert. Nach 37 Jahren unfallfreiem Betrieb wurde die ursprüngliche Bahn im Jahr 2000 schließlich durch eine neue, leistungsstarke Seilbahn ersetzt. Seit Januar 2001 bringt diese mit deutlich höherer Kapazität und modernem Komfort Besucher auf den Wurmberg.
Auch im Sommer entwickelt sich das Angebot stetig weiter. Der Bikepark wurde seit 2021 umfassend modernisiert und erfreut sich großer Beliebtheit. Mit der neuen Seilschwebebahn „Luftikus“ bietet die Berg-Erlebniswelt seit 2026 ein weiteres Highlight mit beeindruckenden Ausblicken.
Heute steht der Wurmberg für ganzjährige Erlebnisse, moderne Infrastruktur und eine kontinuierliche Weiterentwicklung – im Harz und darüber hinaus.